2015 11gA Marie Kroner - Immer mobil

Leitung: Frau Wisotzka

Zur Fachgruppe gehören:

  • Frau Kießling
  • Frau Koslik
  • Frau Nuxoll
  • Frau Reiß-Maaoui
  • Frau Wisotzka

Fachgruppe Kunst

Der Bildungsbeitrag des Faches Kunst

„(…) Das Unterrichtsfach Kunst ist zentraler und unverzichtbarer Bestandteil der ästhetischen Bildung als Ausdruck kultureller und damit auch allgemeiner Bildung.

Es vermittelt grundsätzlich Qualifikationen im Umgang mit den fachspezifischen Erkenntnisweisen der Produktion und Rezeption von Bildern, übt den Umgang mit künstlerischen Strategien sowie medialen Verständigungssystemen und eröffnet den Schülerinnen und Schülern Wege zur kulturellen Teilhabe. Auch fördert es die Entwicklung der Persönlichkeit, indem es über das kognitive Lernen hinaus die verschiedenen Dimensionen der ästhetischen Wahrnehmung und Gestaltung eröffnet und zur Entwicklung eines kulturellen Wertesystems beiträgt.

Das Leben der Jugendlichen ist durch zunehmend komplexe Bildwelten geprägt; die Ästhetisierung des Alltags, die Inszenierung virtueller Welten in den digitalen Medien, das Tempo gesellschaftlicher und technischer Umwälzungen, das Entstehen neuer medialer Kommunikationsformen und die Digitalisierung nahezu aller Bilder sind grundlegende Ereignisse, deren Komplexität für die Orientierung der Jugendlichen eine hohe Herausforderung darstellt.

Zentraler Gegenstand des Faches Kunst sind Bilder, verstanden als umfassender Begriff für zwei- und dreidimensionale Objekte, Artefakte, visuell geprägte Informationen, Prozesse und Situationen visueller und weiterer sinnlicher Erfahrung. Sie beherrschen immer stärker das private und öffentliche Leben und haben entscheidenden Einfluss auf Meinungsbildung, Verständigung, Sinnfindung und Weltdeutung junger Menschen. Insbesondere sind es visuell geprägte Mitteilungen der Bereiche Bildende Kunst, Medien und Gestaltete Umwelt, die als künstlerische Weltdeutung sowie als Ausdruck von Interessen, Kräften und Beziehungen in der Gesellschaft in Gegenwart und Vergangenheit wirken.

Den Bereichen werden Bilder als Unterrichtsgegenstände nicht aus rein fachwissenschaftlichen Gründen zugeordnet, vielmehr ist es der didaktische Blickwinkel, aus dem sie betrachtet werden. So kann z. B. ein Denkmal Gegenstand unterschiedlicher Bereiche sein. Aus dem Blickwinkel des Bereichs Bildende Kunst kann es als Kunstwerk betrachtet werden; als Teil eines Stadtbildes ist es dem Bereich Gestaltete Umwelt zuzuordnen. Sein massenhaft verbreitetes Bild zum Beispiel als Fotografie, Signet oder in der Werbung macht es zum Gegenstand des Bereichs Medien. Bilder haben eine spezifische Sprache, die den Jugendlichen ständig begegnet. Diese Bildsprache muss in ihren Strukturen, Wirkungen und ihrer Bedeutung erkannt und verstanden werden, um deren komplexes Zusammenspiel zu durchschauen und für eigene gestalterische Mitteilungen zu nutzen. Im Kunstunterricht kommen Fragen und Problemstellungen zum Tragen, die sich auf die Bildende Kunst beziehen, also auf Werke der Malerei, der Grafik und der Plastik, der performativen Darstellungsformen und ihre Zwischenbereiche sowie auf die künstlerische Fotografie, den künstlerischen Film und auf mediale Ausdrucksformen, aber auch auf Angewandte Kunst in den Bereichen Gestaltete Umwelt und Medien.

Das Fach Kunst will kreative Prozesse initiieren und die ästhetische Wahrnehmung von eigenen und fremden Bildern schärfen. Es will zu ihrem aktiven, kompetenten Gebrauch anregen und dabei Freude und Genussfähigkeit wecken. Gleichzeitig will es die Funktion von Bildern kritisch beleuchten, ihre Wirkungszusammenhänge erkennbar und dabei die Manipulationsmöglichkeiten durchschaubar machen. Gestaltende Eigentätigkeit und reflexive Distanz verstehen sich auch als emanzipatorisches Element in einer medial bestimmten Welt und haben identitätsbildenden Charakter für das Individuum. Die Prozesse und Ergebnisse eigener ästhetischer Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler stehen auch deshalb im Mittelpunkt des Faches, weil sie dem Individuellen Platz einräumen und – anders als z.B. kommerzielle Bilder – bereits selbstreflexiv angelegt sind, d.h. ein Nachdenken über Bilder und Bildprozesse in besonderem Maße ermöglichen.

Hierfür verfügt das Fach Kunst über Methoden und Wege der Vermittlung, die sich als ganzheitlich verstehen, nicht zuletzt deshalb, weil sie auf verschiedenen sinnlichen Erfahrungen und Erlebnissen beruhen. Im ästhetischen Handeln, im reflektierten Umgang mit eigenen, historischen und gegenwärtigen Bildern, im gestaltenden Umgang mit Medien und Alltagskultur sowie im Umgang mit anderen Kulturen können Jugendliche Erfahrungen mit unterschiedlichen Welten, mit Nähe und Fremdheit sowie mit der eigenen Biografie und Gegenwart durchleben und dadurch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden.

Das Fach Kunst thematisiert soziale, ökonomische, ökologische und politische Phänomene und Probleme der nachhaltigen Entwicklung und trägt dazu bei, wechselseitige Abhängigkeiten zu erkennen und Wertmaßstäbe für eigenes Handeln sowie ein Verständnis für gesellschaftliche Entscheidungen zu entwickeln.

Der Unterricht in den Schuljahrgängen 5 bis 10 und in der Qualifikationsphase versteht sich als pädagogische Einheit, die in ihrem Fortgang innerhalb des Sekundarbereichs II zum Abitur führt. In einem Curriculum, das anknüpft, aufbaut und weiterführt, wird dafür ein tragfähiges Fundament entwickelt. Dabei ist – wo immer möglich – die Verbindung zu anderen Disziplinen und Fächern zu suchen, um zu verdeutlichen, dass Kunst und künstlerische Fähigkeiten nicht isoliert und abgehoben von der Lebenswirklichkeit existieren. Durch Museums- und Ausstellungsbesuche wird eine Teilhabe am kulturellen Leben hergestellt. Sie ermöglichen die Begegnung mit originalen Werken und machen die Lernenden mit den öffentlichen Formen des Kulturbetriebes vertraut. Begegnungen mit Künstlern, Designern, Architekten und anderen unterstützen und fördern die kunstpädagogische Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern, indem sie Schülern den spezifisch professionellen Blickwinkel aus dem Spektrum des Faches nahebringen (…).“ (KC Kunst Nds., S. 7-8, Stand 2012)

Weitere Informationen zum Fach Kunst:

  • Aktuell geltende Curricula
  • Grundlegend für den Kunstunterricht a, CGL sind folgende Lehrwerke: „Grundkurs Kunst“ Bd. 1-3, Schroedel, die im Klassensatz vorliegen. Ergänzend steht die Reihe „Themen der Kunst Bd. 1-3, Kammerlohr/Oldenbourg sowie das Lehrwerk „Kunst“ Arbeitsbuch 1 und 2 von Klett zur Verfügung.
  • Leistungsbewertung
  • Ergebnisse aus dem Unterricht


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