Copernicus - Gymnasium veranstaltet erstmalig Waldjugendspiele

Einen in jeder Hinsicht unvergesslichen Vormittag erlebten etwa 100 Schülerinnen und Schüler des Copernicus - Gymnasiums Löningen. Alle vier Klassen des 6. Schuljahrgangs waren in das weitläufige Gebiet des Herberger Fuhrenkamps gezogen, um den Lebensraum Wald näher kennen zu lernen. In enger Zusammenarbeit mit dem Waldpädagogen Horst Wieting vom Niedersächsischen Forstamt Ahlhorn hat die Fachgruppe Biologie des CGL unter Leitung von Oberstudienrat Heinz Sandbrink zum ersten Mal die Waldjugendspiele durchgeführt.

Das Wetter zeigte sich an diesem Tag aber einer Premiere nicht würdig, denn mit Beginn der Veranstaltung zog ein leichter Landregen auf, der erst wieder nachließ, als die Kinder in die Schule zurückgekehrt waren. Der Stimmung und dem Tatendrang der Schüler tat dies aber keinen Abbruch, so dass Förster Wieting am Ende der Waldspiele ein großes Lob an die Kinder aussprach. Selten habe eine Gruppe so tapfer den widrigen Bedingungen getrotzt und sich so interessiert und engagiert gezeigt.

Auf einem Rundparcours waren 13 Stationen anzulaufen, wo die Kinder vielfältige Aufgaben zum Thema Wald zu lösen hatten. Dies geschah in kleinen Gruppen, um auf diese Weise die Teamfähigkeit der Schüler zu stärken. Einige Stationen waren mit Lehrern bzw. Mitarbeitern des Forstamtes besetzt, andere mussten ohne Hilfe bewältigt werden. Der WaldpädagogeWieting hat die Waldjugendspiele so konzipiert, dass es hier nicht um einen Wettbewerb geht, sondern - so die Ausschreibung - der Wald durch Erleben, Erkennen, Anfassen und Gestalten näher gebracht wird mit dem Ziel einer Sensibilisierung für Umweltfragen nach dem Motto: “Nur wer die Natur erlebt, wird sie kennenlernen - nur wer sie kennt, kann sie schützen!“

So stießen die Informationen und Aufgaben zum Thema Spechthöhlen ebenso auf großes Interesse der Kinder wie die richtige Zuordnung von verschiedenen Nistkästen zu ihren potentiellen Bewohnern. Das Bestimmen einiger Präparate von typischen Waldbewohnern machte deutlich, dass viele Kinder nicht mehr so vertraut mit ihrer natürlichen Umgebung sind wie noch vor Jahres, wo auf dem Lande jedes Kind einen Eichelhäher oder ein Wiesel kannte. Da jeweils auch die Bedeutung der einzelnen Tiere für den Lebensraum Wald thematisiert wurde, konnte an diesem Vormittag viel dazugelernt werden.

Davon überzeugte sich auch der Schulleiter des CGL, Oberstudiendirektor Detlev Heinrich, der seine Schützlinge im Wald besuchte und eine Gruppe über mehrere Stationen begleitete.

Zum Ende der Veranstaltung dankte Fachobmann Sandbrink allen Beteiligten, den Mitarbeiten des Forstamtes, den betreuenden Kollegen des CGL und dem pensionierten Lehrer Gerhard Drüding, der sich spontan bereit erklärt hatte, auch eine Station zu betreuen. Ein großes Lob gab es auch für die Firma Krümberg, die sehr flexibel auf die Wetterbedingungen reagierte und ihre Busse so umdisponierte, dass keine langen Wartezeiten entstanden. Die beteiligte Lehrerschaft war vom pädagogischen Wert der Waldjugendspiele überzeugt, so dass der nachfolgende Schülerjahrgang sich schon jetzt auf dieses Erlebnis freuen darf.


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