19.2.1473

Nicolaus Copernicus wird in Thorn als Sohn der deutschen Kaufmannsfamilie geboren.

Winter 1491

Immatrikulation an der Universität Krakau. Studienschluss in Krakau, kein Abschlussexamen.

1494

Fortsetzung der Studien in Bologna.

1497

Übernahme eines Kanonikats an der Kathedrale zu Frauenburg.

1500

Aufenthalt in Rom, anschließend Rückkehr nach Frauenburg.

1501

Bewilligung eines weiteren Studienurlaubes mit der Auflage, Medizin zu studieren.

1503

Promotion zum Dr. Decretorum in Ferrara.

1504

Wohnsitz in Heilsberg; Leibarzt seines bischöflichen Onkels, Mitarbeit in Verwaltungsarbeiten, Fortsetzung wissenschaftlicher Arbeiten, astronomische Beobachtungen und Lektüre.

1509

Drucklegung einer Übersetzung aus dem Griechischen in die lateinische Sprache. Fertigstellung eines Manuskripts über astronomische Einzelfragen, später als "Commentariolus" bezeichnet.

1510

Beendigung des Aufgabenkreises in Heilsberg, Übersiedelung nach Frauenburg, Übernahme der Pflichten eines residierenden Domherrn.

1514

Ablehnung einer Mitarbeit an der begon-nenen Kalenderreform.

1516

Landpropst auf der kapitulärischen Burg Allenstein für drei Jahre.

1519

Residenz in Frauenburg. Ärztliche Hilfe bei einer Epidemie.

1520

Erneuter Aufenthalt als Landpropst in Allenstein. Erfolgreiche Bemühungen um den Schutz dieses Hauses. Inventarisierung der Urkunden des Domkapitels.

1522

Veröffentlichung einer bereits seit 1517 bearbeiteten Denkschrift über Verbesserung des preußischen Münzwesens.

1528

Überarbeitung und Ergänzung der Münzdenkschrift.

1528

Für ein Jahr wieder Kanzler des Domkapitels.

1529

Anfertigung einer Landkarte der preußisch-ermländischen Grenzgebiete.

1531

Öffentliche Verspottung des Copernicus als 'Sterngucker von Frauenburg' durch ein Fastnachtsspiel in Elbing, ausgelöst durch die von ihm vorgeschlagene Einschränkung des Münzrechts der preußischen großen Städte.

1536

Kardinal von Schönberg bittet Copernicus um Zusendung einer Abschrift des astronomischen Werkes "De revolutionibus".

1539

Der Wittenberger Mathematikprofessor Georg Joachim Rheticus kommt für drei Jahre als Gast und Schüler zu Copernicus.

1540

Rheticus lässt in Danzig die von ihm verfasste "Narratio prima" über die Lehre des Copernicus sowie ein Loblied auf Preußen im Druck erscheinen.

1541

Copernicus verwaltet das Dombauamt zu Freiburg. In Basel erscheint eine zweite Auflage der "Narratio prima". Copernicus reist im Frühjahr nach Königsberg, um dort einen erkrankten Rat und Hauptmann des Herzogs Albrecht ärztlich zu betreuen; er bleibt einige Monate dort.

1542

In Wittenberg lässt Rheticus einen Auszug aus dem Hauptwerk des Copernicus im Druck erscheinen.

Copernicus verfasst die Widmung seines Hauptwerkes an Papst Paul III. In Nürnberg beginnt, zunächst unter Aufsicht von Rheticus, der Druck des umfangreichen Werkes "De revolutionibus". Von dritter Seite wird ein nicht im Sinne des Verfassers gehaltenes Vorwort eingeschoben.

24. 5. 1543

Nicolaus Copernicus stirbt in Frauenburg und wird im Dom beigesetzt.

(Aus: Rosenberg, B.-M.: Nicolaus Copernicus. Göttingen: Musterschmidt 1973. Persönlichkeit und Geschichte, Band 72)


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