Zusammen mit den Geschichtslehrern Elisabeth Rüve und Steffen Posner besuchte die Klasse 10d die Ausstellung "Der Zweite Weltkrieg in Niedersachsen" im Rathaus. „Wir wollen die Leute an die Kriegszeiten erinnern und aufklären, sodass sie den Wert unseres heutigen Friedens erkennen – und helfen, ihn zu bewahren“, erklärt Evelyn Kremer-Taudien bei der Eröffnung der Ausstellung „Der Zweite Weltkrieg in Niedersachsen“  in der  Eingangshalle des Löninger Rathauses.

Weltkrieg Niedersachsen Ausstellung2016Die Geschäftsführerin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Bezirksverband Weser-Ems appellierte an die anwesenden Schüler, sich die Schautafeln genau anzusehen, „denn viele Mechanismen, die in der NS-Zeit funktionierten, tun es auch heute noch.“ Bürgermeister Marcus Willen pflichtete Kremer-Taudien in seiner Ansprache bei.

„Es ist zwar alles schon eine ganze Zeit her, doch das Thema ist immer aktuell. Nationalismus ist in vielen Ländern im Kommen“, sagte er. Ein Blick nach Amerika genüge zum Beweis. „Da werden gerade Wähler mit dem zweifelhaften Slogan ‘make america great again’ gefischt.“ Auch in Deutschland gebe es solche Verführungen, erklärte Willen.
Auf großen Schautafeln wird der Zweite Weltkrieg in Niedersachsen in 14 Kapiteln behandelt, darunter Themen wie „NS-Propaganda“ und „Diskriminierung, Verfolgung, Vernichtung“. Es gibt erklärende Texte, Berichte von Zeitzeugen und Originalbilder zu sehen. Beispielsweise sind Fotos des damals zu 55 Prozent zerstörten Osnabrück unter dem Ausgestellten. „Durch diese Aufmachung bekommen gerade junge Leute einen besseren Zugang zu dieser Thematik, als über ein einfaches Geschichtsbuch“, erklärt Kremer-Taudien.
Neben dem Informieren und Aufklären durch Ausstellungen und bei Seminaren oder Projektwochen hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein zweites Arbeitsfeld. Über 800 Kriegsgräberstätten mit insgesamt 2,7 Millionen Kriegsopfern darin werden weltweit von dem Verein betreut. Außerdem birgt er jährlich noch immer rund 30 000 weitere tote Opfer, die dann in eine der Stätten verlegt werden.
„In allen Bereichen, in denen wir arbeiten, geht es immer darum, das Gedenken an die Opfer zu wahren, Frieden unter den Völkern zu halten und die Würde des Menschen zu achten“, betont Geschäftsführerin Kremer-Taudien.


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