Während die Abiturienten die letzten Prüfungen zur Hochschulreife absolvieren, besuchten bereits 23 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Copernicus-Gymnasiums Löningen, also die zukünftigen Abiturienten, die Universität Osnabrück, um in Begleitung der Mathematiklehrkräfte Sandra Haske und Harald Sonnefeld am Tag der Mathematik teilzunehmen.
„Was ein Architekt macht, das weiß jeder, aber was macht ein Mathematiker“ das fragte der Professor in der Auftaktvorlesung die potentiellen Studierenden, in deren weiterem Verlauf die Studien-möglichkeiten im Bereich der Mathematik aufgezeigt wurden. Die Studientafeln zu den Bachelor- und Masterstudiengängen wurden ebenso erläutert, wie die differenzierten Studiengängen für die Lehrämter. Auf die Eingangsfrage „Was macht eigentlich ein Mathematiker ?“ wurde dann das Studienfeld der Mathematik unter anderem um die Berufsfelder der Finanzmathematik, Logistik und Statistik ergänzt. Besonders hervorgehoben wurde, dass zu den Mathematikstudiengängen in Osnabrück jeweils immer eine verpflichtende Veranstaltung zur Informatik gehört.


In der Folgevorlesung untersuchte die Junior-Professorin das Phänomen der Warteschlangen in z.B. Einkaufsmärkten oder am Fahrkartenschalter. „Wie lang wird eine Warteschlange ? Stehe ich wieder an der falschen Warteschlange ?“ Das waren die zentralen Fragen, die z.T. mit Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung aus der Schule beantwortet werden konnten. Im Schlussvortrag der Trilogie ging der zuständige Professor dem Phänomen nach, weshalb man den Eindruck habe, dass Google schon vorher wisse, was den Suchenden besonders interessiert. Auch hier wurde mit z.T. Schul-mathematischen Methoden der Matrizenrechnung dargestellt, dass die Google-Erfinder unter anderem Eigenwertprobleme bei der Verlinkung von Internetseiten berechneten, um ein weltweit erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Ein Teil der Schülerinnen und Schüler nutzten parallel zu den drei Vorlesungen die Gelegenheit, um an mathematischen Workshops z.B. zu Parkettierungsproblemen teilzunehmen. Die durchaus doppeldeutig gemeinte Eingangsfrage der Vortragsreihe „Warum (nicht) Mathematik studieren“ muss sich nun jeder Teilnehmer selbst beantworten. Die dazu notwendigen Grundlageninformationen sind durch die Exkursion vermittelt worden.


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