ProjektvorstellungThessalonikiIn der Reihe der zum Jahresende auslaufenden europäischen Lehrerfortbildungsangebote nahm der Erasmus+-Beauftragte für die Leitaktion 1 am CGL und Koordinator für europäische und internationale Angelegenheiten im Schulbereich an der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Herr Dr. Ulrich Schulte-Wieschen, an einer Fortbildungswoche zum Thema „Projektmanagement, interkulturelle und digitale Kompetenzen“ im griechischen Thessaloniki teil.

Vom 15. – 20.10.17 trafen sich Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen, von der Förderschule für Geistige Behinderung über eine Schule für Gehörlose, Realschulen und Gymnasien, Fachoberschulen sowie berufsbildenden Schulen zu Tagen intensiven Austauschs, Kennenlernens der griechischen und türkischen Kultur, Besuch einer dortigen Schule und Diskussionen mit Vertreterinnen aus Schulen und Hochschulen Thessalonikis.
Das Programm wurde durch Projektvorstellungen der teilnehmenden Lehrkräfte bereichert, z.B. durch einen Videoclip, der die Choreographie des Liedes „Atemlos“ mit Gebärdensprache zeigte, die Flüchtlingsproblematik anhand eines Videos „MeerMenschen – Menschenmeer“, Vorstellungen von Schulpartnerschaften zwischen deutschen und tschechischen Schulen und nicht zuletzt das an unserer Schule überaus erfolgreiche gelaufene Projekt „Home and tomorrow: Tell me your story – Let’s share our dreams!“
Hier, wie an vielen anderen Stellen auch, zeigte sich die ganze Vielfalt schulischer Projektarbeit: Allein im Vergleich der Vertreter bundesdeutscher Schulen wurde deutlich, wie unterschiedlich z.T. die Ideen und Gepflogenheiten als Ergebnis des deutschen Bildungsföderalismus ist. So bestand neben der thematischen Arbeit immer wieder Anlass zum Austausch über Abläufe und Verfahrensweisen schulischer Projektarbeit zwischen den Lehrkräften aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Rheinland-Pfalz und Bayern, ergänzt durch kroatische Beiträge.
Neben der persönlichen Kompetenzerweiterung, der Erweiterung des nationalen und internationalen Netzwerks und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung ist der Gesichtspunkt des Nutzens für unsere Schule den zuvor genannten Aspekten ebenbürtig. So wie Kinder häufig fragen: Hast Du mir etwas mitgebracht?, so gibt es auch für unsere Schule zahlreiche Denkanstöße und Perspektiverweiterungen für die nahe und fernere Zukunft: Für die Roboter-AG von Herrn Dalinghaus, für das neue Thema des Erasmus-Projekts von Frau Summe, das Naturwissenschaften und Kunst miteinander verbinden wird, für die Gestaltung des Girls‘ and Boys‘ Day in Verantwortung von Frau Sibbel, für die Lehrkräfte des Darstellenden Spiels, für Frau Holtmeier-Salvadors geplante Griechisch-AG, für die Gestaltung des nächsten Schulplaners in Regie von Herrn Schröder und die Verschriftlichung des neuen Jahrbuchs durch das Jahrbuch-Team.
Des Weiteren bietet sich für das kommende Erasmus+-Antragsverfahren die Möglichkeit gegenseitiger Unterrichtshospitationen an, das so genannten „Job-Shadowing“. Die besuchte griechische Schule mit den Klassen 1 – 6 zeigte den Gästen beeindruckende Beispiele von Schulkultur, Umgang mit und Integration von nationalen Heterogenitäen und Gastfreundschaft. Zusammen mit der im gleichen Haus beheimateten Sekundarschule mit Schülern bis zur Klasse 10 böte sich dieses Erfahrungsfeld schulischen Miteinanders für interessierte Kolleginnen und Kollegen geradezu an.
Und ein weiterer Effekt: Thessaloniki ist das ideale Ziel für Studienfahrten im Rahmen des Seminarfachs im Jahrgang 12: Alte und neue Geschichte, Römer und Griechen, vielfältige Kultur, Zeugnisse dreier Religionen, eine pulsierende Hafenstadt mit lebhaftem Straßenverkehr und jugendlichem Publikum, kurzum, mindestens eine Reise wert, um knapp drei Flugstunden vom Hasetal entfernt in eine andere Welt mit Kultur, Bildung, sozialen Disparitäten als Anlass für eigenes Engagement und attraktiven Freizeitmöglichkeiten einzutauchen.
1. P.s. für jüngere Leser: Der „Stern von Mykonos“ wurde im letzten Jahrtausend von einer Künstlerin namens Vicky Leandros besungen.
2. P.s. für Fußballfreunde: Ein Besuch des Heimspiels von PAOK Saloniki war wegen des Ausschlusses der Fans für sieben Spiele nicht möglich.

Gruppenbild mit SchulkindernThessaloniki


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